das Dorf Franken in Sachsen
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das Dorf Franken in Sachsen

Wer nach Franken kommt sieht sich unversehens ins liebe alte Dorf der Urgroßeltern zurückversetzt: idyllische fach-werkgeprägte Höfe, reizvolle Winkel und Einblicke, naturnahe Bachläufe.

In die Fachwerkschwellen über den Türen sind Bauernweisheiten und Segenssprüche eingeschnitzt neben den Namen oder Initialen von Bauherr und Baufrau, von Bau- und Zimmermeistern und den Jahreszahlen, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen.

Den Gehöften vorgelagert oder beigefügt sind schmucke Bauerngärten und Obstwiesen. Die erhaltenen Streuobstwiesen, die das ganze Dorf durchziehen und umsäumen, sind eine Besonderheit, wie man sie wirklich nur noch selten findet. Sie schmücken das Dorf zu allen Jahreszeiten und bieten Einwohnern und Gästen im Sommer und Herbst köstliches naturbelassenes Obst zur eigenen Ernte.

Aber auch wer Franken einmal eingehüllt in die Obstblüte des Frühlings gesehen hat, wird diesen bezaubernden Anblick nie mehr vergessen.

Überhaupt ist Franken eine Art Geheimtipp, ein Schmeckerchen für naturliebende Radler und Wandersleute. Hierher kommt, wer den individuellen Tourismus mag.

Natürlich lädt besonders das Umfeld der sanfthügeligen Felder und blumenbunten Wiesentäler zum beschaulichen Erkunden ein, doch für den neugierigen Gast gibt es auch im Dorfe allerlei zu entdecken.

So findet man hier auf unserem Denkmalhof eine der bestbestückten volkskundlichen Sammlungen von Zeugnissen bäuerlicher Lebensweise weit und breit: über Jahrzehnte ist die „Petermannsche Privatsammlung“ vom Sammlerehepaar Reinhard und Regina Schraps vervollkommnet worden.

An besonderen Festtagen zeigen sich beide in der wunderschönen schmucken Tracht ihrer Vorfahren, um solcherweise ihre ganz persönliche Bindung zu den herkömmlichen Dingen des bäuerlichen Lebens und Schaffens zu bekunden. Ihr Bemühen fügt sich ein in die ausgeprägte Sensibilität für Tradition, die sowieso bei dem hiesigen freundlichen Menschschlag zu Hause ist.

In Franken hat man auch einen Backofenverein gegründet, der das einstige Feuerwehrhaus zum Dorfbackofen umbaute und dessen gesellige Runden von Einheimischen und ihren Besuchern nachgerade überlaufen sind, wenn dort auf altfränkische Weise Holzofenbrot und Kuchen gebacken wird.
Allerhand Zulauf hat auch das Projekt des ebenfalls ortsansässigen Vereins „Fachwerk heute e.V.“ gefunden, der das wohl wertvollste, weil älteste sächsische Bauernhaus (ca. 1480) vom nahen Wickersdorf neben die Dorfscheune in die Bachaue von Franken umgesetzt hat, um es vor dem Verfall zu retten.
Doch die Hauptattraktion Frankens war und ist seine Dorfkirche (siehe Anlage 2). Diese war 1837 unter dem Patronat der Schönburgischen Herrschaft gebaut und geweiht worden.

Fürstlichem Geschmack folgend klassizistisch, in der Art des berühmten Baumeisters Schinkel, alles in allem ein sakrales Prachtstück im Regelmaß und von eigenartiger Schönheit.

Vor wenigen Jahren noch zeigte sie sich im traurigen Zustand rapiden Verfalls, aber auch hier sorgte ein hiesiger Verein mittels rückenstärkender Fördermittel dafür, dass dieses außergewöhnliche Stück Architektur wieder zum angemessenen Mittelpunkt des Dorfes und der Region geworden ist, zu einem Kulturhaus im besten Sinne des Wortes, nun jedoch nicht mehr unter kirchlichem Vorzeichen.

Das Veranstaltungszentrum Kirche Franken lädt heute Einwohner, Gäste und Besucher zu Ausstellungen, Konzerten, Kabarett, Tanz, Familienfeiern usw. ein.

Umgeben von Feldern, Obsthainen und Viehweiden liegt das denkmalgeschützte Dorf Franken  schon vom Namen her ein Denkmal  malerisch eingebettet im weiten sanften Muldenland, gelegen an der Ferienstrasse „Tal der Burgen“.

Hier wird das Herkömmliche so aufgehoben und geachtet, dass es auch für die Kinder und Kindeskinder in diesem Sinne fortlebt.